"Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft." (...) "Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 (Tag der Machtergreifung durch die Nazis, d. Red.) trennen." (...) "Die Jungen sind nicht verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird." (...)  "Hitler hat stets damit gearbeitet, Vorurteile, Feindschaften und Haß zu schüren. Die Bitte an die jungen Menschen lautet: Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Haß gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder gegen Türken, gegen Alternative oder gegen Konservative, gegen Schwarz oder gegen Weiß. Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander."                                                                      Bundespräsident Richard von Weizsäcker, vom 8.Mai 1985, Rede zum Jahrestag 1945, vorm Deutschen Bundestag

FLS-Jubiläumsjahr 2021: 10 Jahre Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt e.V. - gegründet am 25. Januar 2011

Aktuelles beim Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt: Januar/Februar 2021 bis Juni 2021

Januar 2021

10 Jahre Förderverein Liberale Synagoge (25.01.2011 - 25. Januar 2021)

Zum 10-jährigen Vereinsjubiläum des FLS am 25. Januar 2021 sind zwei Veranstaltungen geplant - wg. der Corona-Pandemie als Zoom/Online-Abende:

1) FLS-Film- und Gesprächsabend via Zoom: Auf den Spuren der Liberalen Synagoge - 10 Jahre Förderverein Liberale Synagoge am Dienstag, 23. Februar  2021, 20.00 Uhr, geplant ist: Wir zeigen den wunderbaren Doku-Film von Florian Steinwandter-Dierks "Die Liberale Synagoge: Wenn Steine aus der Mauer schreien!" Danach: Über Darmstädter Jüdinnen - Von Herta Mansbacher über Marie Trier bis Elsbeth Juda, geb. Goldstein. Samt Gespräch über die Arbeit des FLS von 2011 - 2021. Voranmeldung unter martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de erforderlich!

2) FLS-Vortragsabend via Zoom: Vergessene Darmstädter Jüdinnen und Juden. Über Rabbi Bruno Italiener und die Familie Goldstein-Juda. Zum 10jährigen Jubiläum des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. Referent: Martin Frenzel. Termin: Sonntag, 28. März 2021, 20.00 Uhr, via Zoom. Voranmeldung unter martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de

3) FLS-Vortragsabend via Zoom: Zum 100.Geburtstag Elsbeth Judas (1911-2021) - DIE ZWEI LEBEN DER ELSBETH JUDA - Zwischen Darmstadt und England-Exil. Zum 10jährigen Jubiläum des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. Referent: Martin Frenzel. Termin: Sonntag, 2. Mai 2021, 20.00 Uhr, via Zoom. Voranmeldung unter martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de

Februar 2021

Vortragsabend & Buchvorstellung: Erich Bienheim. Eine persönliche Biografie.

Referent: Rabbi Dr. Walter Rothschild

Termin: Mittwoch, 10. Februar 2021, 20.00 Uhr

per Zoom-Online-Konferenz wg. der Corona-Pandemie / Hinweis: Voranmeldung ist notwendig, Sie erhalten dann einen Link zur kostenlosen Teilnahme.

Gemeinsame der Veranstaltung des Jüdischen Bildungs- und Kulturforums Darmstadt in Kooperation mit dem FÖRDERVEREIN LIBERALE SYNAGOGE DARMSTADT e.V.

Stellt in Darmstadt seine neue, soeben erschienene Erich Bienheim-Biografie vor: Der Berliner Rabbi und Buchautor Dr. Walter Rothschild (Foto rechts: Autor Rothschild li im Bild mit Martin Frenzel bei seinem ersten Erich Bienheim-Vortrag auf Einladung des FLS, 2012 / Cover links: (c) Verlag Hentrich & Hentrich, Leipzig 2020.

Erich Bienheim (1898–1962), aus der winzigen Gemeinde Duingen in Norddeutschland stammend, studierte an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin bei Ismar Elbogen und bei Leo Baeck. Er promovierte in Würzburg und war von 1924 bis 1927 Rabbiner in Berlin. Von 1928  bis 1939 folgte Erich Bienheim seinem legendären Vorgänger Rabbi Bruno Italiener an der Liberalen Synagoge in Darmstadt. Mit der Machtübernahme der Nazis verlor er alles, was er sich bis dahin aufgebaut und erreicht hatte.

Am 10. November 1938 wurde Bienheim - nahezu zeitgleich mit der völligen Zerstörung des Sakralbaus in der Friedrichstr./Fuchsstr. - von der Darmstädter Gestapo seiner Freiheit und Menschenwürde beraubt und verhaftet. Bienheim wurde - wie zahlreiche andere männliche Deutsche jüdischen Glaubens - ins Todes-, Quäl- und Zwangsarbeitslager KZ Buchenwald bei Weimar verschleppt. Von dort entließen ihn seine Peiniger nach vier Wochen unter der Bedingung, er möge Deutschland so rasch wie möglich zu verlassen. 1939 floh er - gewaltsam aus seiner deutschen Heimat von den Nazis vertrieben - ins Exil nach England. Bienheim war dort von 1946 bis 1949 als Rabbiner an der West-End-Synagoge in London und von 1949 bis kurz vor seinem Tod 1962 an der Reformsynagoge in Bradford tätig.

Rabbi Walter Rothschild widmet sich dem Leben und Wirken Bienheims, der sich trotz aller Widrigkeiten mit einer neuen Sprache in einem neuen Land wieder etablieren konnte – in der englischen Heimatstadt des Autors, dessen Vorfahren ebenfalls  dort ihr Exil fanden. 2012 war Rothschild, der Bienheim-Biograf, bereits zu Gast auf Einladung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. und sprach damals über den vierten und letzten Thora-Gelehrten der Liberalen Gemeinde Darmstadts vor dem Holocaust (nach Julius Landsberger, David Selver und Rabbi Bruno Italiener).

FLS-Rundgang Spezial: 145 Jahre Liberale Synagoge Darmstadt (1876 - 2021) im Februar 2021 - fällt wegen der Corona-Pandemie leider aus. Stattdessen: Gibt es einen Zoom-Vortrag zum gleichen Thema (Film & Vortrag) am gleichen Tag, abends um 20.00 Uhr: "145 Jahre Liberale Synagoge"

Geschichte des ehemaligen Jüdischen Gotteshauses von der Einweihung 1876 über das Darmstädter Novemberpogrom 1938 vor 83 Jahren bis zur Wiederentdeckung der Überreste Oktober 2003

Zum 145. Geburtstag des Jüdischen Gotteshauses Friedrichstr./Fuchsstr.

Termin: Dienstag, 23. Februar 2021, 20.00 Uhr, Zoom-Vortrag, Voranmeldung erbeten: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de - Teilnahme kostenlos, Spenden aber erbeten

Spenden für die neue FLS-Benefizspendenkampagne "Darmstadt braucht eine Rabbiner Bruno Italiener-Platz und eine Bruno Italiener-Gedenktafel Frühjahr November 2021!" erbeten - ebenso wie für unser neues Benefizspendenprojekt: "Darmstadt braucht einen Julius-Goldstein-Platz mit Gedenktafel November 2022!"

WEGEN DER CORONA-PANDEMIE GELTEN NEUE VORSICHTS- UND SCHUTZREGELN: Wir bitten unbedingt um Voranmeldung: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de / Es besteht Mund- und Nasenschutz-Pflicht (Mitbringen & Tragen!), wir bitten, die Abstandsregeln (1,5 Meter minimum) einzuhalten; max. 10 Teilnehmende!

März 2021

April 2021

Mai 2021

FLS-Zoom-Vortrag: Die zwei Leben der Elsbeth Juda. Zwischen Darmstadt und England-Exil. Zum 110. Geburtstag der Julius Goldstein-Tochter und britischen Meisterfotografin

Alle Fotos oben: (c) Martin Frenzel

Mai 2021

Referiert zum zweiten Mal beim Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt: Ronen Steinke / Foto: Ulrike Steinke

FLS-Zoom-Vortrags- und Gesprächsabend (live) mit Ronen Steinke:

Ronen Steinke: "Antisemitismus ist kein Normalzustand!"

(c) Piper Verlag

Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt

Süddeutsche-Redakteur und Buchautor Ronen Steinke zum zweiten Mal seit 2014 zu Gast beim Förderverein Liberale Synagoge Darmstadt e.V.

Termin: Donnerstag, 27. Mai 2021, 20.00 Uhr, Einchecken ab 19.30 Uhr, Teilnahme kostenlos, Spenden aufs FLS-Vereinskonto erbeten, vorherige Anmeldung unter martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de nötig. Wegen der Corona-Pandemie können wir diesen spannenden Vortrags- und Gesprächsabend leider nicht, wie geplant, als Präsenz-Veranstaltung durchführen, sondern umständehalber nur als ONLINE-Abend

Diese Veranstaltung kann wegen der Corona-Pandemie umständehalber leider nicht, wie geplant, in Präsenz, sondern nur als ZOOM-Online-Abend stattfinden.

 

Voranmeldung nötig: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de.

 

In seinem Buch "Terror gegen Juden" analysiert Ronen Steinke die Entwicklung des Antisemitismus in Deutschland seit der Nachkriegszeit.

 

Das Ergebnis: Judenfeindlichkeit war nie verschwunden, erstarkt wieder und die Ermittlungsbehörden versagen. Gegenwärtig ist das furchtbare Attentat auf die Synagoge in Halle 2019 - die Liste weiterer Anschläge ist lang.

 

Dazu gehören auch Schändungen jüdischer Friedhöfe, wie die lange Chronik antisemitischer Gewalttaten seit 1945 zeigt, die Steinke in seinem Buch aufführt. 

 

Ronen Steinke liest aus seinem Buch und spricht mit Martin Frenzel. 

Ronen Steinke / Foto: (c) Süddeutsche Zeitung, München.

Ronen Steinke: "Der Antisemitismus war nie weg!"

Zeit, dass Polizei und Justiz, aber auch die deutsche Zivilgesellschaft endlich aufwachen!

In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Staat hat zugelassen, dass es so weit kommt - durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehrt, sondern verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt.

Der jüdische Autor Ronen Steinke, selbst Jurist, ist durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft Rabbinerinnen und Polizisten, konfrontiert Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister mit dem Staatsversagen. Viel muss sich ändern in Deutschland. Was zu tun wäre, erklärt dieses Buch.

Ronen Steinke, Jg. 1983,  ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als „Meisterstück“ gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit „Der Staat gegen Fritz Bauer“ 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 das hochgelobte Buch Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin. 

Foto Ronen Steinke: (c) Piper Verlag.

Pressestimmen zu  Ronen Steinkes Buch "Terror gegen Juden":

Deutschlandfunk: „Steinke zeigt schonungslos auf, dass Antisemitismus kein Randproblem der Gesellschaft ist.“

Der rechte Rand: „Für die Debatte zum Umgang mit antisemitischer Gewalt stellt sein Buch einen wichtigen und sehr lesenswerten Beitrag dar.“

BR Abendschau: „Sehr empfehlenswert!“

Der Tagesspiegel (Berlin): „Ein erschütterndes Dokument der Gleichgültigkeit.“

Welt am Sonntag: „Ein erschütterndes Dokument der Gleichgültigkeit.“

Der Journalist und Jurist Ronen Steinke. Foto: Ulrike Steinke

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Zukunft braucht Erinnerung

Rabbiner, Retter der Darmstädter Pessach-Haggadah, resoluter Kämpfer gegen den Antisemitismus.

Förderverein Liberale Synagoge startet FLS-Kampagne: DARMSTADT braucht eine

Rabbi Bruno Italiener-Gedenktafel Herbst 2021!

Rabbi Dr. Bruno Italiener (1881-1956)

Zukunft braucht Erinnerung:

Darmstadt braucht einen Julius-Goldstein-Platz mit Gedenktafel November 2022!

GEGEN DAS VERGESSEN: Kultur- und Technikphilosoph von Rang: Professor Dr. Julius Goldstein (1873-1929)

Der Karl Heß-Platz: eingeweiht seit dem 15. Januar  2017

Neue Erich Bienheim-Biografie deutsch/englisch:

10 Jahre Förderverein Liberale Synagoge

25.01.2011-25.01.2021

Zukunft braucht Erinnerung!

9. Darmstädter Aktionswochen gegen Antisemitismus 2021:

26.09. 2021 bis 05. 12. 2021

(c) Loungefilm / Florian Steinwandter-Dirks

FLS-Rundgang: Jüdisches Darmstadt

- Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, eines NS-Verbrechens und des Rabbis Bruno Italiener

Termin: Sonntag, 26.September 2021, 16.00 Uhr, Dauer 2 Std., Treffpunkt: Gedenkstätte Liberale Synagoge, Lortzsche Menora an der Treppe zum Eingang, Zugang: Gagernstr./Bleichstr.  oder Julius-Landsberger-Platz, Teilnahme kostenlos, Spenden erbeten für die Rabbi Bruno Italiener-Gedenktafel Nov.2021, Voranmeldung erforderlich: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de. Es gilt Maskenpflicht, die Corona-AHA-Regeln!

(c) Loungefilm / Florian Steinwandter-Dirks

Zukunft braucht Erinnerung!

FLS-Vortrag: Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin.

Termin:

Mittwoch, 20. Oktober 2021, 19.30 Uhr,  Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr., Eintritt 5 Euro, um Voranmeldung wird gebeten.

Voranmeldung erforderlich: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de

Zukunft braucht Erinnerung!

Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)
Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)

Bürgerehrung 2014 für den FLS-Gründer & Vorsitzenden Martin Frenzel: Für jahrelanges, herausragendes Wirken in Sachen ehrenamtlicher Erinnerungsarbeit wurde Martin Frenzel am 30. April 2014 in der Orangerie mit der Ehrenurkunde für verdiente Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet. Mehr unter Pressespiegel/Wir über uns. 

Der Förderverein Liberale Synagoge hat  zudem am 20.Mai 2014 den 2. Preis GESICHT ZEIGEN  für Zivilcourage und gegen Rassimus 2014 erhalten. Die Verleihung fand im Justus-Liebig-Haus durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt statt. Der Preis wurde in Anerkennung des ehrenamtlich-erinnerungskulturellen Engagements für ein weltoffenes Darmstadt durch Oberbürgermeister Partsch vergeben.

OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus
OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus

Der FÖRDERVEREIN LIBERALE SYNAGOGE DARMSTADT e.V. hat "für sein besonderes

Engagement" in Sachen aktiver Erinnerungskultur den Ludwig-Metzger-
Anerkennungs-preis 2013 erhalten.

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