"Leider ist es eine typisch deutsche Eigenschaft, den Gehorsam schlechthin für eine Tugend zu halten. Wir brauchen die Zivilcourage, 'Nein' zu sagen." Fritz Bauer

Aktuelles beim Förderverein Liberale Synagoge September 2016 bis Dezember 2016

Ausblick Frühjahr 2017: Januar bis April 2017

Zukunft braucht Erinnerung: Darmstadt einen Karl Heß-Platz  - 15. Januar 2017

Coming Soon: ACHTUNG: NEUER Termin - voraussichtlich am Sonntag, 15. Januar 2017  - wird noch bekanntgegeben

Gemeinsame Einweihung des neuen Platzes vorm Merck-Stadion am Böllenfalltor  und der Gedenktafel

Gemeinsame Ausstellung: Kicker, Kämpfer, Legenden - Juden im deutschen Fußball

Termin: voraussichtlich Montag, 23. Januar 2017, 19.00 Uhr

Ort: N.N. (wird in Kürze bekannt gegeben) - Laufzeit der Schau: Bis ca. März 2017

Die vom des Centrum Judaicum in Berlin konzipiert Ausstellung wurde dort erstmals nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 gezeigt.Die Ausstellung thematisiert die Bedeutung von Deutschen jüdischen Glaubens für den deutschen Fußball. Jüdische Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre haben den Fußball in Deutschland populär gemacht. Sie waren Pioniere des deutschen Fußballs. Sie wurden umjubelt, verehrt und respektiert, galten als Vorbilder im Sinne des sportlichen Gedankens des Fairplays. Ihre revolutionären Visionen und Methoden setzten Maßstäbe, die den deutschen Fußball lange prägten. Als z. B. der FC Bayern München 1932 zum ersten Mal den deutschen Meistertitel erringt, werden auch der jüdische Vereinspräsident Kurt Landauer und der jüdische Trainer Richard "Little" Dombi wie Helden in München gefeiert.

Wer kennt heute noch den Stürmer und Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943), der unter anderem mit dem Karlsruher FV Deutscher Meister wurde? Oder Gottfried Fuchs, den der spätere Bundestrainer Sepp Herberger "mein Idol" und den "Franz Beckenbauer meiner Jugendzeit" nannte? Der begnadete Mittelstürmer schoss bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm in einem Spiel gegen Russland zehn Tore - ein bis heute in Deutschland ungebrochener Rekord.1933 wurden ihre erfolgreichen Karrieren dann schlagartig beendet. Die Nationalsozialisten veranlassten, dass jüdische Sportler, Trainer und Funktionäre aus den Vereinen ausgegrenzt und ausgeschlossen wurden. Bis zum 10. November 1938 durften Juden nur noch in jüdischen Vereinen spielen. Danach wurden alle Sportaktivitäten für sie verboten. Sie teilten das Schicksal aller europäischen Juden, wurden verfolgt und zum Teil in den NS-Vernichtungs- und Todeslagern ermordet.

So spiegelt die Ausstellung das Schicksal der deutsch-jüdischen Fußballer wieder.

Nach dem 2. Weltkrieg sollten deutsche Juden nie wieder eine vergleichbare Rolle im deutschen Fußball spielen. Ihre Verdienste wurden verdrängt und gerieten in Vergessenheit.

Die bundesweite Wanderausstellung "Kicker, Kämpfer und Legenden" will dieses Kapitel deutscher Fußballgeschichte wieder in Erinnerung rufen, setzt sich aber auch im Schlussteil mit den heutigen Entwicklungen im Fußball auseinander.

Das Centrum Judaicum Berlin ermöglichte eine Reproduktion der Ausstellung, die durch die Förderung der DFB-Kulturstiftung finanziert werden konnte. 

Fußball ist der Lieblingssport der Deutschen. Wenige wissen jedoch, dass ihm eine wichtige Tradition fast vollständig verloren gegangen ist: Die der zahlreichen deutsch-jüdischen Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre, die den Fußball populär und zu dem gemacht haben, was er heute ist. Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ widmet sich diesem vergessenen Bereich und bringt die Fußballstars von einst zurück auf den Platz.
“Kicker, Kämpfer und Legenden“ zeichnet die Karrieren und Lebenswege der großen Männer des jüdisch-deutschen Fußballs nach. So zum Beispiel die von Kurt Landauer, dem jüdischen Präsidenten und dem jüdischen Trainer Richard „Little“ Dombi des FC Bayern München. Als sie 1932 zum ersten Mal den deutschen Meistertitel für ihren Verein errangen, wurden sie wie Helden gefeiert. Nur ein Jahr später endete ihre Karriere schlagartig: Die Nationalsozialisten veranlassten, dass jüdische Sportler, Trainer und Funktionäre aus den Vereinen ausgeschlossen wurden. Walther Bensemann, der 1900 die ersten internationalen Spiele organisiert, bei der Gründung des DFB mitgewirkt und die Fußballzeitschrift „Der Kicker“ ins Leben gerufen hatte, wanderte daraufhin in die Schweiz aus. Ihr Schicksal teilten alle Juden in Deutschland, nicht nur Berufssportler, mit ihnen: Bis November 1938 durften Juden nur noch in jüdischen Vereinen spielen. Danach wurden alle Sportaktivitäten für sie verboten.
Unvergleichlich deutlich macht die Ausstellung die Mechanismen der planvollen Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen unter dem NS-Regime. “Kicker, Kämpfer und Legenden“ erweckt ein Bild der Geschichte des Fußballs zum Leben und regt gleichzeitig zur Auseinandersetzung mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte an. Die Ausstellung leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Erinnerung und Würdigung legendärer Fußball-Ikonen, die so ihren verdienten Platz in der Historie einnehmen. Sie führt auch den Nationalsozialismus in seinem falsch verstandenen Deutschtum und seiner Absurdität vor.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge und des SV Darmstadt 98

Dezember 2016:

FLS-Abend: Vortrag und Gespräch

Esther Schapira & Georg M. Hafner:

"Israel ist an allem Schuld" - Über den neuen, verkappten Antisemitismus in unserem Land

Termin: Mittwoch, 14. Dezember 2016, 19.30 Uhr, im Rüdiger Breuer-Saal, Jüdische Gemeinde Darmstadt, Wilhelm Glässing-Str., Darmstadt

Eintritt 10 Euro.

Ein Lese-, Vortrags- und Gesprächsabend des FÖRDERVEREINS LIBERALE SYNAGOGE. 

Kino: Holocaust-Kinodrama "SON of SAUL" - Rex Programmkino und Förderverein Liberale Synagoge zeigen preisgekrönten Shoah-Spielfilm

Rex Programm Kino und FÖRDERVEREIN LIBERALE SYNAGOGE präsentieren: Den oscar-preisgekrönten Holocaust-Spielfilm

"SON of SAUL"

(Sauls Sohn, ungar. Spielfilm 2015, Gewinner des Grand Prix beim Filmfestival von Cannes)

Termin: Sonntag, 4. Dezember 2016, 15.00 Uhr und neu: Montag,  12. Dezember 2016, 20.30 Uhr, Uhrzeit siehe www.kinopolis.de, Eintritt: dito.

Wie in den Vorjahren beteiligt sich auch das Darmstädter Rex

Programmkino / Kinopolis an den 5. Darmstädter Aktions-Wochen gegen Antisemitismus 2016 des FLS: So zeigt das RexKino in Kooperation mit dem Förderverein Liberale Synagoge den von der Filmkritik feierten, Furore machenden Spielfilm im Rex Programm-Kino Darmstadt, Helia-Passage/Grafenstr. Das vielbeachtete ungarische Filmdrama „Son

of Saul“ (2015; Originaltitel: Saul fia, deutsch „Sauls Sohn“) des Regisseurs und Autors László Nemes zeigt die Möglichkeiten und Grenzen des Widerstands in einem NS-Vernichtungslager während der Shoah und der Zeit der NS-Verbrechen.

Das Drehbuch schrieben Filmemacher Nemes und

Clara Royer. 2016 bekam "Son of Saul" den begehrten Oscar als bester fremdsprachiger Film. In einer Umfrage der BBC nach den 100 besten Filmen des 21. Jahrhunderts landete der Streifen auf Platz 34. Der Film gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2015 den Großen Preis der Jury. Bei den Golden Globe Awards 2016 erhielt dieses Kino-Drama der anderen Art zudem den Preis als bester fremdsprachiger Film. Für den Kritiker Daniel Kothenschulte der „Frankfurter Rundschau“ gehört Son of Saul zu den „ganz wenigen künstlerisch relevanten Filme, die es über dieses Thema gibt.“ Frank Schnelle von epd Film beschreibt die Arbeit des Filmemachers: „Die Art und Weise, in der Regisseur László Nemes dieses Geschehen inszeniert, ist neu- und einzigartig.“ 

Oktober 1944: Saul Ausländer ist Mitglied des Sonderkommandos in Auschwitz, das aus jüdischen Häftlingen besteht und die Deutschen bei der Massenvernichtung unterstützen muss. Saul arbeitet im Krematorium, findet den Leichnam eines Jungen, den er als seinen Sohn wiederzuerkennen glaubt. Er rettet den Körper vor den Flammen, um ihn zu bestatten. Selbst als sich abzeichnet, dass dem Sonderkommando ebenfalls die Hinrichtung droht, und ein Aufstand losbricht, hält Saul unbeirrt an seinem Plan fest, seinem Sohn die letzte Ehre zu erweisen. Son of Saul verzichtet darauf, das Nicht-Zeigbare zu zeigen, das Grauen entfaltet sich über die Tonspur. Das Drama gewann in Cannes den Großen Preis der Jury.

Fotos: (c) Sony Pictures, Kinopolis

FLS-Rundgang Spezial: Jüdisches Darmstadt - Auf den Spuren Heinrich Blumenthals und Otto Wolfskehls - Vom "Louvre" zum Wolfskehlschen Garten

FLS-Rundgang durch Johannesviertel (ehem. Blumenthalviertel, Schwerpunkt Johannesplatz, Louvre) und durch den Bessunger Wolfskehlschen Garten

Mit: Martin Frenzel

Termin: Sonntag, 4. Dezember 2016, um 14.30 Uhr, Treffpunkt Johannesplatz, Rondell Nordseite, an der Heinrich Blumenthal-Gedenktafel.

Rundführung zum Thema Heinrich Blumenthal und das Blumenthalviertel, danach gemeinsame Fahrt mit der Straßenbahn-Linie 3 zum Bessunger Wolfskehlschen Garten: Dort an der Otto Wolfskehl-Gedenktafel Infos zur Person Otto Wolfskehls und seiner Bedeutung für Darmstadt. Eine Veranstaltung des FÖRDERVEREINS LIBERALE SYNAGOGE. Eintritt: frei!

November 2016:

Vortrag und Gespräch: Bernd M. Beyer

Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte: "Kicker"-Gründer, DFB-Mitbegründer und Fußball-Kosmopolit Walther Bensemann

Termin: Montag, 28.  November 2016

19.30 Uhr - Ort: Schlosskeller TUD, Marktplatz 15, 64283 Darmstadt

Walther Bensemann (1873 - 1934): Der Mann, der den Fußball  nach Deutschland brachte (so sein Biograf Bernd-M. Beyer), den DFB mitbegründete, das bis heute erfolgreiche Sportmagazin "KICKER" 1920 aus der Taufe hob, sich als Kosmopolit für  Völkerversöhnung durch den Sport stark machte.

Gemeinsame Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. und des SV Darmstadt 98.

FLS-Rundgang: Jüdisches Darmstadt

140 Jahre Liberale Synagoge: Auf den Spuren des Jüdischen Gotteshauses, des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß und eines NS-Verbrechens

Förderverein Liberale Synagoge lädt ein zum kostenlosen Rundgang in der städt. Gedenkstätte Liberale Synagoge:

"JÜDISCHES DARMSTADT. Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, eines NS-Verbrechens und des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß"

Termin: Sonntag, 27. November 2016

um 14.30 Uhr

Treffpunkt: Eingang Gedenkstätte, Zugang über Bleichstr (Höhe Gagernstr.), Klinikumsgelände, oder via Julius-Landsberger-Platz

Dauer: ca. 90 Min. Eintritt: frei! Spenden für die FLS-Benefizspendenkampagne "Darmstadt braucht einen Dr. Karl Hess Platz Nov. 2016!" 

Eine Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. - www.liberale-synagoge-darmstadt.de

Zeitzeugengespräch: Zukunft braucht Erinnerung - 140 Jahre Liberale Synagoge, 70 Jahre Darmstädter Synagogenbrand-Prozess von 1946  und der Babi Jar-Prozess von 1968

FLS-Zeitzeugengespräch mit Hansfred Glenz , Rechtsanwalt, und weiteren Darmstädter Zeitzeugen.

Termin: Montag, 21. November 2016, um 19.30 Uhr, Literaturhaus Darmstadt, Kasinostr. (Kennedy-Haus), DA-City

Moderation: Martin Frenzel (Historiker, Buchautor, Vorsitzender des Fördervereins Liberale Synagoge)

Zeitzeuge Hansfred Glenz, Wahl-Darmstädter seit Jahrzehnten, Jahrgang 1929, geboren in Rheinhessen, seit 1933 in Darmstadt wohnhaft, ging in die Ohlyschule direkt gegenüber von der Liberalen Synagoge Friedrichstr./Fuchsstr. zur Schule.

Vor 70 Jahren fand unmittelbar nach der Befreiung von der NS-Diktatur der sog. Darmstädter Synagogenprozess von 1946 gegen die SA-Schergen um W. Mahla statt, die 1938 die drei jüdischen Gotteshäuser geschändet und zerstört hatten.            1968 war Glenz selbst Anwalt im vielbeachteten Darmstädter Babi Jar-Landgerichtsprozess von 1968. 

 

Ein Abend des FÖRDERVEREINS LIBERALE SYNAGOGE DARMSTADT e.V.

Massaker von Babi Jar (bei Kiew, Ukraine) vom 29. und 30. September 1941 vor 75 Jahren:  Deutsche Einsatzgruppen und Wehrmacht ermordeten damals im Wege einer groß angelegten Massenmord-Aktion über 33.000 Menschen jüdischen Glaubens.  1968 fand in Darmstadt sog. Callsen-Prozess gegen acht Mitglieder des Sonderkommandos 4a statt. Die Vernichtungsaktion Babi Jar gilt als größtes Einzel-Massaker während der Europäischen Judenvernichtung zwischen 1941 und 1945, der fast sechs Millionen Menschen zum Opfer fielen. Keiner der an der Vorbereitung, Durchführung oder Vertuschung des Babi Jar-Massakers beteiligten Wehrmachts-Offiziere musste  je vorm Kadi dafür Rechenschaft ablegen.

FLS-Rundgang: Jüdisches Darmstadt

140 Jahre Liberale Synagoge: Auf den Spuren des Jüdischen Gotteshauses, des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß und eines NS-Verbrechens

Förderverein Liberale Synagoge lädt ein zum kostenlosen Rundgang in der städt. Gedenkstätte Liberale Synagoge:

"JÜDISCHES DARMSTADT. Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, eines NS-Verbrechens und des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß"

Termin: Sonntag, 20. November 2016

um 14.30 Uhr

Treffpunkt: Eingang Gedenkstätte, Zugang über Bleichstr (Höhe Gagernstr.), Klinikumsgelände, oder via Julius-Landsberger-Platz

Dauer: ca. 90 Min. Eintritt: frei! Spenden für die FLS-Benefizspendenkampagne "Darmstadt braucht einen Dr. Karl Hess Platz Nov. 2016!" 

Eine Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. - www.liberale-synagoge-darmstadt.de

FLS-Bildvortrag: Vergessene Darmstädter Juden: Von Julius Goldstein und Rabbi Dr. Bruno Italiener über den Altstadt-Arzt Hugo Berger bis zum Lilien-Vorsitzenden Dr. Karl Heß

Vortrag von Martin Frenzel (Historiker, Buchautor)

Termin: Freitag, 11. November 2016, 19.30 Uhr

Ort: Justus-Liebig-Haus, Wintergarten, Gr. Bachgasse 2, Darmstadt-City (1. Stock, Eingang vhs Darmstadt)

Eintritt: 5 Euro  -  Eine Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. - www.liberale-synagoge-darmstadt.de

FLS-Rundgang: Jüdisches Darmstadt

140 Jahre Liberale Synagoge: Auf den Spuren des Jüdischen Gotteshauses, des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß und eines NS-Verbrechens

Förderverein Liberale Synagoge lädt ein zum kostenlosen Rundgang in der städt. Gedenkstätte Liberale Synagoge:

"JÜDISCHES DARMSTADT. Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, eines NS-Verbrechens und des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß"

Termin: Sonntag, 6. November 2016

um 14.30 Uhr

Treffpunkt: Eingang Gedenkstätte, Zugang über Bleichstr (Höhe Gagernstr.), Klinikumsgelände, oder via Julius-Landsberger-Platz

Dauer: ca. 90 Min. Eintritt: frei! Spenden für die FLS-Benefizspendenkampagne "Darmstadt braucht einen Dr. Karl Hess Platz Nov. 2016!" 

Eine Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. - www.liberale-synagoge-darmstadt.de

FLS-Vortragsabend mit Gespräch:                               Prof. Dr. Wolfgang Benz

Unterwerfung – Unterdrückung – Vernichtung

Zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion von 1941

FLS-Abend mit Prof. Dr. Wolfgang Benz                         (Historiker, Antisemitismus-Forscher, international renommierter Buchautor, 1990 bis 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der FU Berlin)

Termin: Dienstag, 1. November 2016, um 19.30 Uhr im Haus der Geschichte / Hessischen Staatsarchiv

Karolinensaal, Darmstadt-City.

Eintritt: 10 Euro

Eine Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge (FLS)

Oktober 2016:

Vortrag und Gespräch: Werner Skrentny

Julius Hirsch:  Fußball-Nationalspieler, in Auschwitz ermordet.                                           Gottfried Fuchs: Rekord-Torschütze und Nationalspieler, von den Nazis vertrieben

Das Leben zweier deutsch-jüdischer Fußballer - Über die beiden  Ausnahmespieler des Karlsruher FV - sowie  den Sportbund "Schild" und Makkabi

Links und Mitte: Julius Hirsch (1892-1943). Ganz rechts: Gottfried Fuchs (1879 - 1972) - im Gegensatz zu Hirsch gelang es Fuchs, den Holocaust zu überleben; er floh ins Exil nach Kanada und starb 1972 in Montreal.

Julius Hirsch galt als einer der besten Stürmer seiner Zeit; er war deutscher Nationalspieler und Olympia-Teilnehmer. Als erstem Fußballer gelang es ihm, mit zwei Vereinen Deutscher Meister zu werden: 1910 mit dem Karlsruher FV und 1914 mit der SpVgg Fürth. Aber: Hirsch war Deutscher jüdischen Glaubens.

Nach der Macht Übertragung an die der Nazis 1933 wurde er verfolgt, entrechtet und diskriminiert.

1943 wurde das einstige Fußballidol im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet.

Hirschs Schicksal wurde auch in der Nachkriegszeit noch lange verschwiegen. Erst nach vielen Jahrzehnten begannen unabhängige Sporthistoriker damit, sich seiner Person ausführlicher zu erinnern. Seit 2005 vergibt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den »Julius-Hirsch-Preis«, laut Süddeutscher Zeitung eine der renommiertesten Auszeichnungen im Fußballsport.

Nach langjährigen Recherchen, auch in internationalen Archiven, legt Werner Skrentny nun eine facettenreiche Biografie von Julius Hirsch vor, die seinen Leistungen und seinem Andenken gerecht wird.

"Die vorliegende Biografie ist vielleicht die ausführlichste, die je einem der jüdischen Opfer im Sport gewidmet wurde. Sie zeichnet detailreich nach, wie der Rassenwahn der Nazis und die Gleichgültigkeit von Millionen Mitläufern einen gefeierten Nationalstürmer, einen ehrbaren Karlsruher Kaufmann, den deutschen Bürger Julius Hirsch und seine Familie demütigt, erniedrigt und ihn schließlich ermordet. Dieses Buch ist ein Denkmal für den Menschen Julius Hirsch und ein Mahnmal für die Zukunft." (aus dem Vorwort von Dr. Theo Zwanziger)

Termin: Dienstag, 25. Oktober 2016

19.30 Uhr

Ort: VIP-Zelt im Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor, Nieder-Ramstädter Str. 170, 64285 Darmstadt. Parkplätze sind vor dem Stadion vorhanden, der Zugang zum Stadionbereich befindet sich auf der rechten Seite der Böllenfalltorhalle. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Stadion mit der Straßenbahnlinie 9, Haltestelle Stadion, erreichbar.

Ein gemeinsamer Abend des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. und des SV Darmstadt 98

Werner Skrentny, Jahrgang 1949,  lebt seit 1978 als Journalist und Autor in Hamburg. Er ist Verfasser von Büchern zur Stadt-, Sport- und Fußballgeschichte sowie von Reiseführern (u.a. New York). Außerdem ist er Herausgeber von Büchern zur Geschichte der Fußball-Oberliga Süd, Südwest und des Hamburger SV, bei dessen Museum (Dauerausstellung und diversen Sonderausstellungen) er für die Inhalte verantwortlich war. Als Autor ist er an folgenden Büchern über den HSV beteiligt: „Immer erste Klasse“, „Mit der Raute im Herzen“ (beide zusammen mit Jens R. Prüss) und „Orte der Leidenschaft“. Außerdem hat er im Verlag Die Werkstatt „das große Buch der deutschen Fußballstadien“ herausgegeben.

FLS-Rundgang: Jüdisches Darmstadt

140 Jahre Liberale Synagoge: Auf den Spuren des Jüdischen Gotteshauses, des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß und eines NS-Verbrechens

Förderverein Liberale Synagoge lädt ein zum kostenlosen Rundgang in der städt. Gedenkstätte Liberale Synagoge:

"JÜDISCHES DARMSTADT. Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, eines NS-Verbrechens und des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß"

Termin: Sonntag, 23. Oktober 2016

um 14.30 Uhr

Treffpunkt: Eingang Gedenkstätte, Zugang über Bleichstr (Höhe Gagernstr.), Klinikumsgelände, oder via Julius-Landsberger-Platz

Dauer: ca. 90 Min. Eintritt: frei! Spenden für die FLS-Benefizspendenkampagne "Darmstadt braucht einen Dr. Karl Hess Platz Nov. 2016!" 

Eine Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. - www.liberale-synagoge-darmstadt.de

Oktober 2016:

Vortrag und Gespräch:

Deutsche jüdischen Glaubens im deutschen Fußball: Pioniere, Verfolgte und Freunde.

Von den Anfängen bis zur Vertreibung, Verfolgung und Vernichtung

Vortrag von Prof. Dr. Franz-Josef Brüggemeier (Universität Freiburg i.Br.)

Professor für Wirtschafts- und Sozial- sowie Sportgeschichte

Termin: Montag, 10. Oktober 2016, 19.00 Uhr

Ort: VIP-Zelt im Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor, Nieder-Ramstädter Str. 170, 64285 Darmstadt. Parkplätze sind vor dem Stadion vorhanden, der Zugang zum Stadionbereich befindet sich auf der rechten Seite der Böllenfalltorhalle. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Stadion mit der Straßenbahnlinie 9, Haltestelle Stadion, erreichbar. Gemeinsame Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt und des SV Darmstadt 98

5. Darmstädter Aktionswochen gegen Antisemitismus 2016

23. Oktober 2016 bis   14. Dezember 2016

September 2016:

FLS-Rundgang: Jüdisches Darmstadt

140 Jahre Liberale Synagoge: Auf den Spuren des Jüdischen Gotteshauses, des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß und eines NS-Verbrechens

Förderverein Liberale Synagoge lädt ein zum kostenlosen Rundgang in der städt. Gedenkstätte Liberale Synagoge:

"JÜDISCHES DARMSTADT. Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, eines NS-Verbrechens und des SV Darmstadt 98-Vorsitzenden Karl Heß"

Termin: Sonntag, 18. September2016

um 14.30 Uhr

Treffpunkt: Eingang Gedenkstätte, Zugang über Bleichstr (Höhe Gagernstr.), Klinikumsgelände, oder via Julius-Landsberger-Platz

Dauer: ca. 90 Min. Eintritt: frei! Spenden für die FLS-Benefizspendenkampagne "Darmstadt braucht einen Dr. Karl Hess Platz Nov. 2016!" Eine Veranstaltung des Fördervereins Liberale Synagoge Darmstadt e.V. - www.liberale-synagoge-darmstadt.de

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Zukunft braucht Erinnerung

Förderverein Liberale Synagoge startet FLS-Kampagne: DARMSTADT braucht eine

Rabbi Bruno Italiener-Gedenktafel November 2017!

Rabbi Dr. Bruno Italiener (1881-1956)

Karl Heß-Platz eingeweiht am 15. Januar  2017

Rabbiner, Retter der Darmstädter Pessach-Haggadah, resoluter Kämpfer gegen den Antisemitismus.

FLS-Rundgang:

Jüdisches Darmstadt

Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, eines NS-Verbrechens und Rabbi Dr. Bruno Italieners

Termin: Sonntag, 24. September 2017, 14.30 Uhr, Gedenkstätte, Klinikums, Zugang via Bleichstr. Höhe Gagernstr. oder Julius-Landsberger-Platz, Eintritt frei. Spenden für die Rabbi Dr. Bruno Italiener-Gedenktafel 2017 erbeten.

 

Der FLS lädt ein:

FLS-Rundgang: Mai 2017

Jüdisches Darmstadt

Auf den Spuren der Liberalen Synagoge, des Rabbiners Bruno Italiener und eines NS-Verbrechens

Termin: Sonntag, 22. Oktober 2017, 14.30 Uhr, Treffpunkt Eingang Gedenkstätte, Klinikumsgelände, Zugang Bleichstr. Höhe Gagernstr. Eintritt frei

Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)
Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)

Bürgerehrung 2014 für den FLS-Gründer & Vorsitzenden Martin Frenzel: Für jahrelanges, herausragendes Wirken in Sachen ehrenamtlicher Erinnerungsarbeit wurde Martin Frenzel am 30. April 2014 in der Orangerie mit der Ehrenurkunde für verdiente Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet. Mehr unter Pressespiegel/Wir über uns. 

Der Förderverein Liberale Synagoge hat  zudem am 20.Mai 2014 den 2. Preis GESICHT ZEIGEN  für Zivilcourage und gegen Rassimus 2014 erhalten. Die Verleihung fand im Justus-Liebig-Haus durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt statt. Der Preis wurde in Anerkennung des ehrenamtlich-erinnerungskulturellen Engagements für ein weltoffenes Darmstadt durch Oberbürgermeister Partsch vergeben.

OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus
OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus

Der FÖRDERVEREIN LIBERALE SYNAGOGE DARMSTADT e.V. hat "für sein besonderes

Engagement" in Sachen aktiver Erinnerungskultur den Ludwig-Metzger-
Anerkennungs-preis 2013 erhalten.

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