Förderverein Liberale Synagoge: Zukunft braucht Erinnerung - Darmstadt braucht einen Julius-Goldstein-Platz und eine Julius Goldstein-Gedenktafel 2022!

Im November 2019: Start der neue FLS-Benefizspendenkampagne "Darmstadt braucht einen Julius-Goldstein-Platz mit Gedenktafel 2022!"

Julius-Goldstein-Platz für Darmstadt 2021:

Der Kultur- und Technik-Philosoph vom Woog: Julius Goldstein (1873 - 1929) - Carlo Mierendorff: "Julius Goldstein ist der klügste Kopf der Weimarer Republik"

Philosoph, Soziologe, Kulturwissenschaftler, Journalist, Physiker.

Vater der deutsch-englischen Meisterfotografin Elsbeth Juda

Berühmter Philosoph und Kulturwissenschaftler der Weimarer Republik, Vater Elsbeth Judas: Julius Goldstein / Foto: Stadtarchiv
Berühmter Philosoph und Kulturwissenschaftler der Weimarer Republik, Vater Elsbeth Judas: Julius Goldstein / Foto: Stadtarchiv

Die Julius Goldstein-Tochter Elsbeth Juda im November 2012 - zu Gast beim Förderverein Liberale Synagoge in Darmstadt: Sie sieht, erstmals nach 80 Jahren, das Foto ihres Vaters in der Gedenkstätte Liberale Synagoge wieder, 80 Jahre, nachdem sie und ihr Mann Hans Juda gewaltsam aus ihrer deutschen Heimat von den Nazis vertrieben wurden.

Elsbeth Juda, geb. Goldstein (1911-2014): Überglücklich, dass ihr der Förderverein Liberale Synagoge das erhaltene, wenn auch stark verwitterte Grab ihres Vaters Julius Goldstein auf dem Bessunger Jüdischen Friedhof im Herbst 2012 zeigte... Foto: Martin Frenzel / Förderverein Liberale Synagoge.

Der vergessene Kultur- und Technik-Philosoph, Physiker, Kämpfer gegen den Antisemitismus, Chefredakteur der "Darmstädter Zeitung" (ab 1920) und zudem der renommierten deutsch-jüdischen Zweimonats-Zeitschrift "Der Morgen" (Berlin), mit einem Wort: ein Universalgelehrter von Rang - Prof. Dr. Julius Goldstein (1873 - 1929). Er gehörte zu den führenden Figuren des deutsch-jüdischen Central-Vereins, der sich für die Gleichberechtigung der Deutschen jüdischen Glaubens stark machte. Um Goldsteins Berufung als Professor entbrannte ein heftiger, deutschlandweit Beachtung findender Streit: Die antisemitisch gesinnte damalige Leitung der Technischen Hochschule (heute TUD) wollte Goldstein nicht  berufen, weil er Jude sei. Persönlichkeiten wie Wilhelm Leuschner und Julius Reiber, aber auch der Literatur-Nobelpreisträger Rudolf Eucken und Ernst Troeltsch sich mit - am Ende - Erfolg für ihn einsetzten. Goldstein war jedoch ob des heftigen Antisemitismus-Streits um seine Person extrem verbittert, und starb nach schwerer Krankheit 1929 - vier Jahre vor der Machtübertragung durch Hindenburg an Hitler und die Nazis. Goldstein liegt auf dem Jüdischen Friedhof Bessungen begraben, der wie durch ein Wunder und dank der Zivilcourage Oskar Werlings erhalten blieb.

Nannte Julius Goldstein den "klügsten Kopf der Weimarer Republik": Der Homme de Lettre, Schriftsteller, Politiker und Vordenker Carlo Mierendorff (re). Wilhelm Leuschner (links) machte sich öffentlich und gegen den Willen der antisemitischen Leitung der Technischen Hochschule Darmstadt für Goldsteins Berufung zum Professor stark - was nach langwieriger, heftiger Auseinandersetzung gelang.

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Zukunft braucht Erinnerung

Förderverein Liberale Synagoge startet FLS-Kampagne: DARMSTADT braucht eine

Rabbi Bruno Italiener-Gedenktafel Frühjahr 2022!

Rabbi Dr. Bruno Italiener (1881-1956)

Rabbiner, Retter der Darmstädter Pessach-Haggadah, resoluter Kämpfer gegen den Antisemitismus.

Zukunft braucht Erinnerung:

Darmstadt braucht einen Julius-Goldstein-Platz mit Gedenktafel November 2022!

GEGEN DAS VERGESSEN: Kultur- und Technikphilosoph von Rang: Professor Dr. Julius Goldstein (1873-1929)

Der Karl Heß-Platz: eingeweiht seit dem 15. Januar  2017

10 Jahre Förderverein Liberale Synagoge

25.01.2011-25.01.2021

FLS-Rundgang: Jüdisches Darmstadt

Auf den Spuren der Liberale Synagoge und der Darmstädter Novemberpogrome 1938

Sonntag, 7. November 2021, Achtung neu: 15.30 Uhr, Teilnahme kostenlos, Spende erbeten, Voranmeldung notwendig: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de,  Treffpunkt: Lortzsche Menora vor der Treppe zur Empore der Gedenkstätte, Klinikumsgelände, Zugang Bleichstr Höhe Gagernstr. oder via Julius-Landsberger-Platz

Zukunft braucht Erinnerung!

(c) Loungefilm / Florian Steinwandter-Dirks

9. Darmstädter Aktionswochen gegen Antisemitismus 2021:

26.09. 2021 bis 05. 12. 2021

(c) Loungefilm / Florian Steinwandter-Dirks

FLS-Rundgang Spezial: Jüdisches Darmstadt

- Auf den Spuren Otto Wolfskehls, der Liberalen Synagoge und Heinrich Blumenthals

Termin: Sonntag, 24. Oktober 2021, 14.30 Uhr, Dauer 2,5 Std., Treffpunkt: am Eingang des Wolfskehlschen parks in Bessungen (an der Wolfskehl-Gedenktafel). Von dort mit Linie 3 zur Gedenkstätte Liberale Synagoge, danach zur Blumenthal-Gedenktafel am Johannesplatz. Teilnahme kostenlos, Spenden erbeten für die Rabbi Bruno Italiener-Gedenktafel Frühjahr 2022, Voranmeldung erforderlich: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de. Es gilt Maskenpflicht, die Corona-AHA-Regeln!

Zukunft braucht Erinnerung!

FLS-ONLINE-Vortrag: Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin.

Termin:

Mittwoch, 20. Oktober 2021,  20.00 Uhr (Einchecken ab 19.30),  ONLINE-Vortrag live (ZOOM) Eintritt frei, Spenden erbeten;    Voranmeldung  notwendig, Link wird sodann verschickt

Voranmeldung erforderlich: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de

Zukunft braucht Erinnerung!

Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)
Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)

Bürgerehrung 2014 für den FLS-Gründer & Vorsitzenden Martin Frenzel: Für jahrelanges, herausragendes Wirken in Sachen ehrenamtlicher Erinnerungsarbeit wurde Martin Frenzel am 30. April 2014 in der Orangerie mit der Ehrenurkunde für verdiente Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet. Mehr unter Pressespiegel/Wir über uns. 

Der Förderverein Liberale Synagoge hat  zudem am 20.Mai 2014 den 2. Preis GESICHT ZEIGEN  für Zivilcourage und gegen Rassimus 2014 erhalten. Die Verleihung fand im Justus-Liebig-Haus durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt statt. Der Preis wurde in Anerkennung des ehrenamtlich-erinnerungskulturellen Engagements für ein weltoffenes Darmstadt durch Oberbürgermeister Partsch vergeben.

OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus
OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus

Der FÖRDERVEREIN LIBERALE SYNAGOGE DARMSTADT e.V. hat "für sein besonderes

Engagement" in Sachen aktiver Erinnerungskultur den Ludwig-Metzger-
Anerkennungs-preis 2013 erhalten.

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