FLS-Pressemitteilungen aktuell 2020

16. Juni 2020:

Förderverein Liberale Synagoge verurteilt Anschlag auf die Menora der Gedenkstätte Liberale Synagoge: „Ein Akt der Barbarei und eine Schande für unsere Stadt!

Zukunft braucht Erinnerung: Die Menora des Darmstädter Künstlers Helmut Lortz war und ist seit 1967 ein wichtiges Symbol der Darmstädter Erinnerungskultur“/ Förderverein fordert mehr Sicherheit für die Gedenkstätte, des Julius-Landsberger-Platzes und ihrer Symbole durch Überwachungskameras

Der Förderverein Liberale Synagoge hat den Anschlag auf die Menora des Darmstädter Künstlers Helmut Lortz am Eingang der Gedenkstätte Liberale Synagoge scharf verurteilt. „Wir sind zutiefst erschüttert über diesen barbarischen Zerstörungsakt gegen die Menora der Liberalen Synagoge“, so der FLS-Vorsitzende Martin Frenzel. Und: „Wir verurteilen diesen Akt der Barbarei gegen die Erinnerungskultur unserer Stadt aufs Schärfste“, so Frenzel. „Diese Tat ist ein Schande für unsere Stadt, die einst eine braune Hochburg war“, so der Tenor des FLS.

Der Förderverein erinnerte daran, dass der mehrarmige Leuchter 1967 als ein wichtiges Symbol für die 1938 von den Nazis vernichtete Liberale Synagoge eingeweiht worden sei, zu einer Zeit, als die Überreste ders Jüdischen Gotteshauses unerkannt tief unter der Erde weilten. Jahrzehntelang – bis zum Oktober 2003, als scheinbar zufällig bei den Erdaushubarbeiten beim Bau des Krankenhauses Innere Medizin die Fragmente des Sakralbaus wiederauftauchten, sei dieses kostbare „Wegzeichen der Demokratie“ von Helmut Lortz das einzige Momentum gewesen, das an die ehemalige Liberale Synagoge erinnert habe. Die Menora sei vom damaligen Oberbürgermeister Ludwig Engel offiziell gewürdigt worden und diente bei Erinnerungstagen als Treffpunkt. Lange Zeit habe die Menora jedoch am falschen Standort gestanden, erst seit dem Herbst 2003 stehe das Kunstwerk am richtigen Standort der ehemaligen Liberalen Synagoge Friedrichstr./Fuchsstr.

 „Ausgerechnet im Jahr des 100. Geburtstags des großen Künstlers Helmut Lortz 2020 und 75 Jahre nach Befreiung von der NS-Diktatur sei dieser Akt der Verwüstung besonders verwerflich. Frenzel erinnerte daran, „dass wir vom Förderverein Liberale Synagoge 2011 den Julius Landsberger-Platz in unmittelbarer Nachbarschaft der Menora initiierten und 2013 mit von uns gesammelten Bürgerspenden zwei Gedenktafeln zu Ehren des ersten Thora-Gelehrten und Großherzoglichen Rabbiners Dr. Julius Landsberger ermöglichten.

Es sei nötig, die Gedenkstätte künftig mit Hilfe von Überwachungskameras besser vor Anschlägen dieser Art zu schützen. Frenzel erinnerte daran, dass vor Ausbruch der Corona-Pandemie bereits die Gedenktafeln des Fördervereins, die Wolfskehl-Tafel im Wolfskehlschen Garten in Bessungen und die Heinrich Blumenthal-Gedenktafel verunstaltet worden seien. „Wir wollen mit unserem erinnerungskulturellen Engagement ein Zeichen gegen Antisemitismus und Intoleranz, für ein weltoffenes, liberales und geschichtsbewusstes Darmstadt setzen.“ Dies sei im Zeichen von Halle, Hanau und dem Walter Lübcke-Mord notwendiger denn je.

Loading

Zukunft braucht Erinnerung

Rabbiner, Retter der Darmstädter Pessach-Haggadah, resoluter Kämpfer gegen den Antisemitismus.

Förderverein Liberale Synagoge startet FLS-Kampagne: DARMSTADT braucht eine

Rabbi Bruno Italiener-Gedenktafel Herbst 2020!

Rabbi Dr. Bruno Italiener (1881-1956)

Zukunft braucht Erinnerung:

Darmstadt braucht einen Julius-Goldstein-Platz mit Gedenktafel November 2021!

GEGEN DAS VERGESSEN: Kultur- und Technikphilosoph von Rang: Professor Dr. Julius Goldstein (1873-1929)

Der Karl Heß-Platz: eingeweiht seit dem 15. Januar  2017

10 Jahre Förderverein Liberale Synagoge 2011-2021

8. Darmstädter Aktionswochen gegen Antisemitismus 2020:

10/ 2020 - 12 / 2020

FLS-Rundgang September  2020:

Jüdisches Darmstadt - Auf den Spuren der Liberalen Synagoge

(c) Loungefilm 2013

Termin: Sonntag, 27. September 2020, 14.30 Uhr, Treffpunkt: Menora an der Treppe zur Gedenkstätte Liberale Synagoge, Treffpunkt Höhe Gagernstr./Bleichstr. oder via Julius-Landsberger-Platz. Voranmeldung erforderlich: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de / Mund- und Nasenschutz wg. Corona verpflichtend, ebenso das Einhalten der 1,5 Meter Abstandsregel!  

FLS-Rundgang Oktober 2020:

Jüdisches Darmstadt - Auf den Spuren der Liberalen Synagoge

Termin: Sonntag, 25. Oktober 2020, 14.30 Uhr, Treffpunkt: Menora an der Treppe zur Gedenkstätte Liberale Synagoge, Treffpunkt Höhe Gagernstr./Bleichstr. oder via Julius-Landsberger-Platz. Voranmeldung erforderlich: martin.frenzel@liberale-synagoge-darmstadt.de / Mund- und Nasenschutz wg. Corona verpflichtend, ebenso das Einhalten der 1,5 Meter Abstandsregel! 

Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)
Bürgerehrung 2014: OB Partsch, Martin Frenzel / Foto: Gabriele Claus (FLS)

Bürgerehrung 2014 für den FLS-Gründer & Vorsitzenden Martin Frenzel: Für jahrelanges, herausragendes Wirken in Sachen ehrenamtlicher Erinnerungsarbeit wurde Martin Frenzel am 30. April 2014 in der Orangerie mit der Ehrenurkunde für verdiente Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet. Mehr unter Pressespiegel/Wir über uns. 

Der Förderverein Liberale Synagoge hat  zudem am 20.Mai 2014 den 2. Preis GESICHT ZEIGEN  für Zivilcourage und gegen Rassimus 2014 erhalten. Die Verleihung fand im Justus-Liebig-Haus durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt statt. Der Preis wurde in Anerkennung des ehrenamtlich-erinnerungskulturellen Engagements für ein weltoffenes Darmstadt durch Oberbürgermeister Partsch vergeben.

OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus
OB Partsch überreicht den GESICHT ZEIGEN!-Preis an FLS-Vorsitzender Martin Frenzel Foto: Gabriele Claus

Der FÖRDERVEREIN LIBERALE SYNAGOGE DARMSTADT e.V. hat "für sein besonderes

Engagement" in Sachen aktiver Erinnerungskultur den Ludwig-Metzger-
Anerkennungs-preis 2013 erhalten.

Wir sind auch auf FACEBOOK erreichbar!